Antalya (Türkei)

Die Perle der türkischen Riviera ist Provinzhauptstadt und gilt als die schönste Stadt der Riviera. Mit seinem mediterranen Klima ist Antalya das ideale Ziel für einen Urlaub. Umgeben von den Höhenzügen des Taurusgebirges liegt die Stadt rund 35 Meter über einer idyllischen Hafenbucht. Die Stadt wurde im Jahre 158 vor Christus von König Attalos II erbaut und wurde als „Paradies auf Erden“ bezeichnet. Antalyas Altstadt liegt größtenteils oberhalb einer Steilküste und bietet kleine verwinkelte Gassen und kleine gemütliche Cafés, die zum Verweilen einladen. Der Jachthafen und der anliegende palmengesäumte Boulevard verleihen mediterranes Flair und laden zum Flanieren ein. In der Stadt findet man zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten unzählige Sehenswürdigkeiten wie das Hadrianstor oder pittoreske Teegärten. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist das im 13. Jahrhundert erbaute kannelierte Minarett der Yivli-Moschee. Die neue Ferienregion Lara liegt ca. 12 km östlich von Antalya Stadt und besticht durch Luxus-, Design- und Themenhotels sowie durch großzügige Außenanlagen. Lara besitzt einen der schönsten Strände Antalyas, die jeden Urlaubswunsch erfüllen. Wer in Antalya verweilt sollte die interessanten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele zu besuchen.

Archäologisches und Ethnografisches Museum Antalya
Im Archäologischen und Ethnografischen Museum von Antalya verdeutlichen zahlreiche Exponate vom Paläolithikum bis zur Neuzeit die historische Entwicklung und Geschichte dieser Region. Die archäologische Abteilung enthält eine umfangreiche Sammlung historischer Stücke des pamphylischen und lykischen Raumes. Zur Ausstellung gehören insbesondere Funde der römischen und hellenistischen Epoche wie Sarkophage, Götterstatuen (u. a. aus Perge), Mosaiken sowie eine beeindruckende Münzsammlung. In der ethnografischen Abteilung werden zahlreiche Exponate aus osmanischer, seldschukischer und türkischer Zeit präsentiert. Die Funde reichen von Waffen, Schmuck, Büchern und Musikinstrumenten bis hin zu antikem Kinderspielzeug, das in einem eigenen Kindersaal zu besichtigen ist.

 

Ruinen von Perge 
Die antike Stadt Perge liegt ca. 18 km östlich von Antalya. Gegründet um 1000 v. Chr., wurde die einstige Hafenstadt von Griechen und Persern besiedelt, erlebte aber ihre Blütezeit im 1. und 2. Jh. n. Chr. unter römischer Herrschaft. Historische Erwähnung fand der Name Perge erstmals im 4. Jh. v. Chr. Aus der römischen Besatzungszeit stammt das Stadion außerhalb der Stadtmauern, das immer noch gut erhalten ist. Da der Zuschauerraum vom Orchesterraum abgeteilt ist, nimmt man an, dass hier auch Gladiatorenkämpfe stattfanden. Unweit des Stadions kann man die Ruinen des unter römischer Herrschaft umgebauten Freilichttheaters von Perge besichtigen. Zahlreiche Ausgrabungsfunde aus Perge kann man im Archäologischen Museum von Antalya besichtigen. Ruinen von Aspendos 50 km östlich von Antalya liegt Aspendos, eine der berühmtesten römischen Ausgrabungsstätten der Südtürkei. Wie die Nachbarstadt Perge soll auch Aspendos um 1000 v. Chr. von Griechen gegründet worden sein. Im Jahre 190 v. Chr. stand die Stadt unter pergamenischer Herrschaft, bevor sie 129 v. Chr. an die Römer fiel. Das Amphitheater der einst wohlhabenden Stadt wurde im 2. Jh. n. Chr. erbaut und zählt zu den am besten erhaltenen römischen Theaterbauten. Auf der Bühnenseite ist das Bauwerk ca. 25 m hoch. Die 39 Sitzreihen des Amphitheaters boten Platz für über 15 000 Zuschauer. Die Akustik des Theaters ist außergewöhnlich gut, sodass hier immer noch Konzerte und Festivals stattfinden, im Sommer beispielsweise ein internationales Opern- und Ballett-Festival. Neben dem Amphitheater kann man in Aspendos die Ruinen einer Agora besichtigen die unter anderem von Gebäuderesten einer Basilika und eines Nympheäums umgeben ist. Nördlich befinden sich die Überreste des einst 15 km langen römischen Aquädukts, das die Stadt mit Wasser aus dem Taurusgebirge versorgte.

 

Düden-Wasserfälle 
Der erste der beiden Düden-Wasserfälle liegt eingebettet in ein fruchtbares Tal ca. 15 km nordöstlich von Antalya. Das eiskalte Wasser stürzt aus ca. 15 m Höhe herab. Eine Tuffhöhle ermöglicht es dem Besucher, hinter dem Wasserfall durchzulaufen. Der Fußweg führt über einige Treppenstufen weiter am Ufer des Düdenflusses entlang, bis man schließlich über eine kleine Brücke wieder auf die andere Seite des Flusses gelangt. Besonders in den heißen Sommermonaten ist die schattige Umgebung des Wasserfalls ein beliebtes Ausflugsziel. Einige Restaurants, teilweise auf Stelzen in das Wasser gebaut, bieten frische Forellen an. Den unteren Wasserfall erreicht man über die Küstenstraße Richtung Lara im Osten Antalyas. Das Wasser des Düdenflusses stürzt bei einem kleinen Park fast 50 m über die Steilküste ins Meer.

 

Kursunlu-Wasserfall 
Der Kursunlu-Wasserfall liegt unweit der Abfahrt zum Flughafen Antalya in einem 394 Hektar großen Naturschutzgebiet. Besonderer Anziehungspunkt ist das von einer grünen Felslandschaft umgebene türkisfarbene Auffangbecken des Hauptfalls. Am Ufer des Flusses führen einige Fußwege durch den schattigen Park.

 

Karain-Höhle
Diese Karsthöhle liegt 27 km nordwestlich von Antalya und wurde 1946 erstmals archäologisch erschlossen. Die Ausgrabungen weisen sehr alte Spuren menschlicher Besiedelung aus prähistorischer Zeit auf. In der dreigeteilten Höhle wurden unter anderem Zähne der ersten sesshaften Neandertaler, Skelette und Werkzeug gefunden. Die Fundstücke kann man in einem kleinen Museum am Fuße des Berges und im Archäologischen Museum von Antalya besichtigen.