Marsa Alam

 

Marsa Alam

Bei Marsa Alam präsentiert sich das Rote Meer von seiner reizvollsten Seite – kaum irgendwo anders genießt man eine derart zauberhafte Natur wie hier, im südlichen Teil von Ägyptens Ostküste. Dabei punktet Marsa Alam vor allem mit zwei Eigenschaften: Erstens bieten sich dem Besucher bei Marsa Alam Strände von traumhafter Schönheit: Weißer, feiner Sand geht wunderbar sanft ins türkisblau leuchtende Meer über. Zudem hat sich Marsa Alam als Badeparadies seine entspannte Atmosphäre bewahrt: Marsa Alam ist ein wunderbarer Ort, um genussvoll zu relaxen und sich der Schönheit des Daseins ganz und gar hinzugeben. Was Marsa Alam zudem außergewöhnlich macht, ist die legendäre Pracht seiner Unterwasserwelt: Hier bieten sich beim Tauchen und Schnorcheln Bilder von geradezu betörender Schönheit. 

Zweifelsohne ist das Rote Meer ein tropisches Paradies vor Europas Haustür: Dank seiner geologischen Besonderheiten weist es alles auf, was einen Urlaub am Meer zum Erlebnis macht. So zum Beispiel hinreißend klares Wasser: Durch den relativ hohen Salzgehalt gibt es wenig Plankton, und da keine nennenswerten Flüsse einmünden, auch wenig Schwebstoffe. Die Folge: allerbeste Sichtverhältnisse! Und das, was es hier zu sehen gibt, ist von außergewöhnlicher Schönheit: Vor Marsa Alams Küste kann man einige der beeindruckendsten Korallenriffe der Welt bestaunen.

Klimatisch weist das Rote Meer bei Marsa Alam beste Bedingungen sowohl für Badespaß als auch fürs Tauchen und Schnorcheln auf. Die niedrigsten Wassertemperaturen misst man in den Wintermonaten – doch selbst dann bringt es das Meer vor Marsa Alam noch auf angenehme 22°. Bereits zum Mai wird die 25°-Marke überschritten, im September erreicht das Wasser von Marsa Alam mit 29° seine Höchsttemperatur, im Dezember sind es immerhin noch 24°.

Das Rote Meer bei Marsa Alam hat auch auf die Lufttemperatur eine angenehm klimatisierende Wirkung – so fällt hier der Unterschied zwischen der Tageshöchsttemperatur und dem nächtlichen Tiefstwert relativ gering aus – die Folge sind wunderbar milde Nächte. Der kälteste Monat in Marsa Alam ist der Januar – doch selbst hier liegt die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur noch bei behaglichen 23°. Im April wird die 30°-Marke überschritten, während der Sommermonate werden Höchstwerte um 40° erreicht, und selbst der November bietet in Marsa Alam mit einem durchschnittlichen Temperatur-Maximum von 31° noch wohltuende Wärme. So wird Marsa Alam das ganze Jahr hindurch vom Sonnenschein verwöhnt – Regen findet praktisch, abgesehen von seltenen Ausnahmen im Winter, nicht statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abu Dabbab / Marsa Murena

Neben den jeweiligen Hausriffen der Hotels gibt es bei Marsa Alam noch zahlreiche andere Möglichkeiten, die magische Schönheit der Unterwasserwelt zu genießen. So bietet zum Beispiel die etwa 35 Kilometer nordwestlich von Marsa Alam gelegene Bucht von Abu Dabbab, auch Marsa Murena genannt, beste Bedingungen zum Tauchen: Auf dem Sandboden in der Bucht gedeiht eine Seegras-Wiese, in der Meeresschildkröten von beeindruckender Größe leben, zudem gibt es hier mitunter noch faszinierende Meeresbewohner wie etwa die riesigen Gabelschwanzseekuh, auch Dugong genannt, und den Geigenrochen zu bestaunen. Die Meeresfauna der Abu Dabbab Bay kann man übrigens nicht nur beim Tauchen, sondern auch beim Schnorcheln genießen.

 

Dolphin House und Dolphin Reef

Gut zehn Kilometer südöstlich von Marsa Alam liegt das Samadai Riff, dessen englischer Name verrät, was hier die Top-Attraktion ist: Dolphin House. Hier kommt man, etwas Glück vorausgesetzt, tatsächlich in den Genuss, mit Spinner-Delphinen schwimmen und schnorcheln zu können. Neben den faszinierenden Meeressäugern hat das Dolphin House auch noch zahlreiche sehenswerte Fische zu bieten.

Ein weiteres Riff, das wegen seiner Delphin-Population berühmt ist, befindet sich noch weiter südöstlich von Marsa Alam: Vor der Küste bei Hamata liegt die Riff-Gruppe Fury Shoals, die  ein hervorragendes Ausflugsziele darstellt. Eins der interessantesten Riffs erreicht man etwa 12 Kilometer vor Hamata: Shaab Sataya, auch Dolphin Reef genannt. Auch hier kann man in der Regel mit Delphinen schnorcheln und schwimmen. Daneben gibt es noch eine interessante Meeresfauna zu bestaunen, so etwa Füsilierfische, Seepapageien, Weißspitzen-Riffhaie  sowie eine leuchtend rote Sternschnecke mit dem originellen Namen „Spanische Tänzerin“.

 

Abu el-Kizan – Das Daedalus-Riff

Rund 90 Kilometer vor der Küste von Marsa Alam ragt seit 1863 ein Leuchtturm auf, der – 1931 erneuert – nach wie vor nautische Zwecke erfüllt. Dieser Leuchtturm steht auf einer winzigen, künstlich angelegten Insel, und diese wiederum auf dem 400 Meter x 100 Meter großen Daedalus-Riff, auch Abu El-Kizan genannt. Das Daedalus-Riff eignet sich hervorragend zum Tauchen – allerdings gilt es, die hier zuweilen starken Strömungen einzukalkulieren. Das Riff weist Weich- und Fächerkorallen auf, die Tauchtiefen gehen von 5 Meter bis zu 40 Meter. Zu sehen gibt es neben Riff-Fischen auch pelagische Arten – so unter anderem Hammerhaie.

 

Wracktauchen bei Marsa Alam

85 Kilometer südöstlich von Marsa Alam liegt, mitten im Wadi El-Gemal-Nationalpark, der Küstenort Abu Ghusun. Unweit von ihm sank 1993 die Hamada, ein Frachter, der nun, in zwei Teile zerbrochen, auf dem Meeresgrund ruht – und zu einem äußerst beliebten Ziel für Wracktaucher avanciert ist. Die einstmals 65 Meter lange Hamada liegt in rund 15 Metern Tiefe und ist auch für weniger geübte Taucher erreichbar. Sie bietet einen faszinierenden Anblick – denn mittlerweile hat eine wundervoll bunte Meeresfauna Besitz von ihr ergriffen: Vielerlei sehenswerte Fische durchstreifen das Schiffsinnere. Die Hamada ist ein gut zugängliches Wrack, doch wahrlich nicht das einzige, das auf dem Grund des Roten Meeres liegt – für passionierte Wracktaucher ist Marsa Alam ein idealer Ausgangspunkt.

 

Ägyptens große Vergangenheit

Die Gegend um Marsa Alam war schon im Altertum von Bedeutung: Hier wurden allerlei kostbare Bodenschätze abgebaut. Berühmt war die „Cleopatra‘s Mines“ genannte Smaragd-Mine, die sich südlich von Marsa Alam im Nationalpark Wadi El-Gemal befindet. 1817 entdeckte man die Überreste der antiken Bergbautätigkeit, die auch heute noch einen Ausflug lohnen.

Weiter im Landesinneren, 230 Kilometer westlich von Marsa Alam, liegt im fruchtbaren Niltal die uralte Stadt Edfu, dessen Hauptattraktion der Horustempel ist. Das Heiligtum wurde  237 v. Chr. begonnen und 57 v. Chr. vollendet – heute verdankt es seinen Rang einerseits seiner architektonischen Schönheit, andererseits dem Umstand, dass es einer der besterhaltenen Tempel ganz Ägyptens ist. Manche Touren von Marsa Alam nach Edfu führen auch noch zum 70 Kilometer nilaufwärts gelegenen Doppeltempel von Kom Ombo, der den Gottheiten Haroeris und Sobek errichtet war. Rund 100 Kilometer nilabwärts von Edfu warten schließlich die Weltwunder: Luxor, Karnak und Theben bieten dem Besucher altehrwürdige Tempel und Totenstädte.

 

Wüstentouren von Marsa Alam

Schließlich kann man von Marsa Alam auch noch die Wunder der Wüste erforschen, etwa per Jeep bzw. Quad und Kamel: Organisierte Touren führen über spektakuläre Sanddünen, meist werden auch noch Beduinen-Dörfer  besucht – und da, wie man ja weiß, die Wüste lebt, gibt es auch hier eine interessante Natur zu entdecken.

Das trifft in erhöhtem Maße auf das Wadi El-Gemal zu – das „Tal der Kamele“ ist einer von drei ägyptischen Nationalparks, es beginnt etwa 50 Kilometer südöstlich von Marsa Alam. Im Wadi El-Gemal erwartet den Besucher ein hochinteressante Vielfalt an Tieren: neben den namensgebenden Kamelen leben hier unter anderem Nubische Steinböcke, Dorkasgazellen und Affen.